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The View - Aktuelles zur Anlageallokation

2 months ago

Remi Lambert, Chief Investment Officer

Rémi Lambert
Chief Investment Officer

Makroökonomischer Hintergrund

Die US-Notenbank (Fed) beließ die Zinssätze auf ihrer Sitzung Mitte Dezember unverändert bei 5,25-5,5 %, und der Fed-Vorsitzende Jerome Powell überraschte die Märkte mit der Aussage, dass eine weitere Zinserhöhung unwahrscheinlich sei. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) ließ die Zinssätze unverändert und prognostizierte, dass ihr Inflationsziel im Jahr 2025 erreicht sein dürfte. In den USA gehen sowohl die Gesamt- als auch die Kerninflation stetig zurück, während die chinesische Wirtschaft wieder in die Deflation abrutschte. Die US-Arbeitsmarktdaten für November fielen etwas besser aus als prognostiziert; die Arbeitslosenquote sank auf 3,7 %. Die Aufmerksamkeit richtete sich auf mögliche Wahlrisiken im nächsten Jahr, nicht zuletzt in den USA, wo der Super Tuesday bevorsteht.

Aktuelle Marktlage

An den Finanzmärkten herrschte weiterhin eine gute Stimmung. Nach den Äußerungen des Fed-Vorsitzenden erholten sich die globalen Aktien stark, nachdem der MSCI World Index im November einen deutlichen Anstieg um 9,2 % verzeichnet hatte. Die 10-jährige US-Staatsanleihe erzielte im November die beste monatliche Rendite seit der globalen Finanzkrise, bevor die Renditen aufgrund der Erwartung baldiger Zinssenkungen unter 4 % fielen und die Kurse stiegen. Der Dollar-Index ging gegenüber den im November erzielten Höchstständen weiter zurück. Der Ölpreis sank aufgrund von Nachfragebedenken auf ein Sechsmonatstief, während der Goldpreis neue Rekordhöhen erreichte.

Architas view

Der Standpunkt von Architas

Die Märkte erleben derzeit ein starkes Jahresende 2023, da eine Kombination aus sich verbessernden Daten und weniger aggressiven Kommentaren der Zentralbanken eine breit angelegte Rallye unterstützt. Obwohl die Bewertungen aufgrund der jüngsten Entwicklungen weniger interessant sind, gehen wir davon aus, dass diese Begeisterung bis zum Jahresende anhalten wird. Da es bis Januar nur wenige wichtige Daten und Marktereignisse gibt, lässt sich nur schwer vorhersagen, was die Stimmung der Anleger in nächster Zeit trüben könnte.

Unseres Erachtens sollte das jüngste Update des US-Notenbankchefs Jerome Powell nach der letzten FOMC-Sitzung von 2023 nicht unterschätzt werden. Die Tatsache, dass die Fed nun offiziell bestätigt hat, dass es keine weiteren Zinserhöhungen mehr geben wird, ist zusammen mit einer durchschnittlichen Prognose von drei Zinssenkungen für 2024 ein Meilenstein im Kontext des Zinsumfelds der letzten zwei Jahre. Dieser Schwenk dürfte dazu beitragen, dass das Vertrauen in die Märkte in nächster Zeit erhalten bleibt.

Wir halten daher an unserer moderaten Übergewichtung von Aktien fest. Unsere Übergewichtung in US-Aktien haben wir jedoch leicht reduziert, und europäische Aktien wurden von einer leicht untergewichteten Position auf neutral hochgestuft. Obwohl die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem letzten Update weniger gemäßigt war als die Fed, sollten wir auch hier mit Zinssenkungen rechnen, die durch eine verbesserte Inflationsdynamik begünstigt werden. Da es sich bei den Markttreibern wahrscheinlich nicht nur um große und profitable Wachstumsunternehmen handelt, sind die europäischen Aktienmärkte außerdem gut positioniert, um von einer besseren Performance in anderen Marktsegmenten zu profitieren. Wir bevorzugen nach wie vor US-Aktien, erwarten hier jedoch keine wesentliche Outperformance, da sich die Aussichten für Europa verbessern und die Wahrscheinlichkeit geringer ist, dass die Mega-Cap-Wachstumsunternehmen, die den US-Markt dominieren, ein weiteres phänomenales Renditejahr liefern werden.

Bei den festverzinslichen Wertpapieren behalten wir unser geringeres Engagement in Schwellenländeranleihen (EMD) und hochverzinslichen Unternehmensanleihen zum Zwecke der Portfoliokonstruktion bei. Die jüngste Rallye bei Anleihen war in der Tat außergewöhnlich, doch angesichts der sich verbessernden Aussichten für die Geldpolitik und der positiven Stimmung, die derzeit an den Märkten vorherrscht, ist es schwer vorstellbar, dass Anleihen in diesem Umfeld dramatisch abwerten. 

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