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Monatlicher Archinomics-Bericht November 2023

2 months ago

DIE
Märkte

Aktien

Die weltweiten Aktienkurse stiegen. Die Rendite des MSCI World Index betrug 9,2 % (in Lokalwährung). Insgesamt markierte die Rally einen der stärksten Monate seit November 2020, als die Nachricht von einem wirksamen Impfstoff gegen Covid-19 bekannt wurde. Die US-Aktien stiegen um 8,9 % (S&P 500 Index), während die europäischen Aktien 7,9 % (EuroStoxx 50 Index) und die japanischen Aktien 5,4 % (TOPIX) zulegten. Die Aktien des Vereinigten Königreichs (FTSE 100 +1,8 %) hinkten hinterher, was darauf zurückzuführen ist, dass der Markt Energietitel, die unter den sinkenden Ölpreisen litten, hoch gewichtet hat. Auch chinesische Aktien blieben hinter dem weltweiten Durchschnitt zurück: Der MSCI China Index stieg um 2,3 %, da der Immobiliensektor und die Aussichten für das Binnenwachstum weiterhin Anlass zur Sorge geben. 

Anleihen

Die Anleihen zogen weltweit stark an, da die Erwartungen zunahmen, dass die Zinssätze in den USA und Europa bereits im Frühjahr 2024 gesenkt werden könnten. US-Anleihen gehörten zu den stärksten (10-jährige Staatsanleihen +4,9 %; Investment-Grade-Unternehmensanleihen +6,0 %), wobei der Bloomberg US Aggregate Index, ein wichtiger Maßstab für die Gesamtperformance von US-Anleihen, den stärksten monatlichen Anstieg seit fast 40 Jahren verzeichnete. Auch europäische Anleihen stiegen. Die 10-jährige deutsche Bundesanleihe erzielte eine Rendite von 2,7 %, während die 10-jährige spanische Staatsanleihe 3,3 % zulegte.

Devisen

Der US-Dollar schwächte sich im November ab und verlor 2,9 % bzw. 2,3 % gegenüber dem Euro bzw. dem japanischen Yen, da die Erwartungen, dass die Zinsen in den USA für längere Zeit hoch bleiben würden, durch schwache Wirtschaftsdaten und eine schwächer als erwartete Inflation enttäuscht wurden. Der Euro legte gegenüber dem japanischen Yen leicht zu.

Rohstoffe

Die Ölpreise gaben nach, da der Nachfrageausblick durch schwache Wirtschaftsdaten beeinträchtigt wurde. Die Verschiebung eines OPEC+-Treffens trug ebenfalls zu der schwächeren Stimmung bei und löste Spekulationen aus, dass sich die Mitglieder nur schwer auf weitere Produktionskürzungen einigen können. Insgesamt fiel die Rohölsorte Brent um 5,2 % und schloss bei 82,8 USD pro Barrel. Der Goldpreis durchbrach die Marke von 2.000 USD je Feinunze und schloss den Monat um 2,6 % höher, wozu ein schwächerer Kurs des US-Dollars beitrug.

Market Volatility

Volatilität des Marktes

Die Volatilität sank im November um 28,8 %; der Vix-Index schloss bei 12,9, was einem vorübergehenden Waffenstillstand im Nahostkonflikt zu verdanken ist. Während die Hoffnung auf eine Rückkehr zum „Goldlöckchen“-Szenario (angemessenes, weder zu starkes noch zu geringes Wachstum) zunahm, blieb der Vix-Index unter der 20er-Marke, die normalerweise als Indikator für Marktstabilität angesehen wird. 

Verantwortliches Investieren

In Dubai hat die UN-Klimakonferenz COP28 begonnen. In einer überraschenden Ankündigung am ersten Tag der Konferenz einigten sich die Delegierten auf die Einrichtung eines lang erwarteten Fonds zur Begleichung von Schäden durch den Klimawandel. Einige Länder wie die EU, das Vereinigte Königreich und die USA haben Beiträge in Höhe von insgesamt rund 400 Millionen Dollar für den Fonds angekündigt. 


Überblick

Die Inflation ging überraschend zurück. In den USA fiel die Preissteigerung im Oktober auf 3,2 %, während die Inflation in der Eurozone nach ersten Schätzungen im November auf 2,4 % sank. Die Inflation im Vereinigten Königreich, die in letzter Zeit hartnäckiger war als in den meisten anderen Ländern, verlangsamte sich im Oktober drastisch auf 4,6 %, während die chinesische Wirtschaft mit einem Preisrückgang um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr in die Deflation zurückfiel.

Da sich die Wirtschaftsdaten weiter abschwächten und die Inflation nachließ, konzentrierten sich die Anleger auf ihre Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Zinsänderungen. Die Märkte gehen nun davon aus, dass die Zinssätze in den USA und in Europa ihren Höhepunkt erreicht haben. Den Prognosen zufolge sind Zinssenkungen in der ersten Hälfte des Jahres 2024 wahrscheinlich. 


Die japanische Regierung kündigte ein Konjunkturpaket im Umfang von rund 3 % des BIP des Landes an. Das Paket umfasst Maßnahmen zur Bewältigung der gestiegenen Lebenshaltungskosten, einschließlich Steuersenkungen und Bargeldzuwendungen, sowie zusätzliche Subventionen für Unternehmen zum Ausgleich steigender Energiekosten und Unterstützung für Unternehmen, die ihre Löhne erhöhen.


What?

Ausblick

Nachdem die US-Notenbank auf ihrer Novembersitzung die Zinsen beibehalten hat, wird allgemein erwartet, dass sie dies auch auf ihrer Sitzung im Dezember tun wird. Allerdings wird der „Dot Plot“ der Zinsprognosen genau daraufhin untersucht werden, wann die Zinsen zu sinken beginnen könnten. 


Auch die Europäische Zentralbank (EZB) wird Mitte Dezember tagen. Es wird erwartet, dass die Zinssätze wie in den USA unverändert bleiben werden, aber die Hoffnung auf eine vorsichtigere Haltung wächst, da sich die Gesamtinflation dem Ziel der EZB nähert, während die Wirtschaftstätigkeit in der Eurozone bestenfalls stagniert.

China hat kürzlich Unterstützungsmaßnahmen für seine angeschlagenen Immobilienentwickler eingeführt. Eine Belebung des Immobilienmarktes wäre ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die chinesische Wirtschaft von ihrer enttäuschenden Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf zu erholen beginnt.  

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