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Monatlicher Archinomics-Bericht Dezember 2023

one month ago

DIE
Märkte

Aktien

Die Aktien erholten sich weltweit, und der MSCI World Index stieg in lokaler Währung um 4,8 %, da der Optimismus im Hinblick auf Zinssenkungen im Jahr 2024 zunahm. US-Aktien gehörten zu den stärksten Gewinnern, wobei der breit basierte S&P 500 Index 4,4 % zulegte, während der technologielastige Nasdaq Composite Index um 5,5 % anstieg. Auch die europäischen Aktien legten zu, der EuroStoxx 50 Index stieg um 3,2 %. Eine Ausnahme bildeten die japanischen Aktien: Der TOPIX-Index gab um 0,4 % nach, was auf Spekulationen zurückzuführen war, dass die Bank of Japan bald von ihrem ultralockeren Kurs abrücken könnte. Auch chinesische Aktien gingen zurück (MSCI China Index -2,6 %), da die Behörden hart gegen den Glücksspielsektor vorgingen.

Anleihen

Die Anleihen legten weltweit weiter zu. Die 10-jährige US-Staatsanleihe stieg um 4,2 %, während die 10-jährige deutsche Bundesanleihe mit 3,5 % rentierte. In den USA lag die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe Ende Dezember bei rund 3,9 % und damit auf einem Niveau, das zuletzt im Juli erreicht worden war, während die 10-jährige deutsche Bundesanleihe auf einem Jahrestief von unter 2,0 % gehandelt wurde, da die Anleger für 2024 niedrigere Zinssätze einpreisten. Unternehmensanleihen schnitten in den USA besser ab als Staatsanleihen, während sie in der Eurozone zurückblieben.

Devisen

Der japanische Yen wertete im Dezember aufgrund zunehmender Spekulationen über eine baldige Straffung der Geldpolitik durch die Bank of Japan (BoJ) auf. Im Gegensatz dazu schwächte sich der US-Dollar gegenüber dem Euro ab, da die US-Notenbank zu einer eher gemäßigten Haltung überging und die US-Politiker eine Zinssenkung im Jahr 2024 prognostizierten.

Rohstoffe

Die Ölpreise beendeten einen volatilen Monat mit einem Minus von 7 % bei einem Preis von 77 USD pro Barrel. Die zunehmende Besorgnis über Angriffe im Roten Meer veranlasste BP, alle Lieferungen über den Suezkanal einzustellen, doch die Ölpreise gaben anschließend nach, nachdem Angola aus der OPEC ausgetreten war, weil es Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit der Organisation hatte, Streitigkeiten über Förderquoten beizulegen. Gold erreichte im Laufe des Monats ein Rekordhoch und lag Ende Dezember um 1,3 % höher, bei 2.063 USD je Feinunze.

Market Volatility

Volatilität des Marktes

Die Volatilität ging im Dezember um 3,6 % zurück. Der Vix-Index schloss bei 12,5 und blieb damit unter der 20er-Marke, die angesichts der wachsenden Hoffnung auf eine sanfte Landung der US-Wirtschaft in der Regel als Indikator für Marktstabilität gilt.

Verantwortliches Investieren

Der COP28-Gipfel in Dubai endete mit der Vereinbarung, dass sich die Länder „von fossilen Brennstoffen in ihren Energiesystemen verabschieden“ sollen. Dies ist zwar das erste Mal, dass fossile Brennstoffe in den COP-Beschlüssen erwähnt werden, aber die Ankündigung weicht von der früheren, strengeren Formulierung eines „vollständigen Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen“ ab.


Überblick

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) schwenkte zu einer gemäßigteren Haltung um. Der Fed-Vorsitzende Jerome Powell erklärte, dass die US-Zinsen in diesem Zinserhöhungszyklus nun „wahrscheinlich auf oder nahe an“ ihrem Höchststand seien. In den USA rechnen die geldpolitischen Entscheidungsträger jetzt mit Zinssenkungen um 75 Basispunkte im Jahr 2024 und weiteren im Jahr 2025.

Angesichts des schwachen Wachstums in der Eurozone, wo die Inflation fast wieder ihren Zielwert erreicht hat, wuchs die Erwartung, dass die Europäische Zentralbank (EZB) im Jahr 2024 ebenfalls die Kreditkosten senken wird. Die EZB-Mitglieder räumten ein, dass eine weitere Anhebung der Zinssätze unwahrscheinlich sei, warnten jedoch, dass es noch zu früh sei, den Sieg im Kampf gegen die Inflation zu verkünden. 


Die Inflation im Vereinigten Königreich hat sich im November stärker verlangsamt als erwartet und ist auf ein Zweijahrestief von 3,9 % gefallen. Die Nachricht nährte die Hoffnung, dass die Bank of England in der Lage sein würde, sich den anderen großen Zentralbanken anzuschließen und die Zinssätze im Jahr 2024 zu senken.


What?

Ausblick

In China hat sich die Deflation im November weiter verfestigt: Die Verbraucherpreise sind im Jahresvergleich um 0,5 % gesunken. Es wird allgemein erwartet, dass die Behörden Maßnahmen zur Ankurbelung des Wachstums ergreifen werden, darunter auch Zinssenkungen durch die People's Bank of China.


Die Erwartung wächst, dass die BoJ ihren ultra-akkommodierenden Kurs bald beenden wird. Doch angesichts des nachlassenden Inflationsdrucks und der Tatsache, dass andere wichtige Zentralbanken die Zinssätze im Jahr 2024 senken dürften, stellt sich die Frage, ob es in Japan nicht schon zu spät ist, um die Geldpolitik noch sinnvoll zu straffen.

Nach einer starken Rally könnten die Aktien- und Rentenmärkte Zinssenkungen im Jahr 2024 vollständig eingepreist haben, so dass sie kurzfristig enttäuscht werden könnten, wenn der Inflationsdruck wieder zunimmt oder das Wirtschaftswachstum die Erwartungen übertrifft.

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